Buchrezension ueber Boris Palmer „Wir können nicht allen helfen“

Im Zuge der Wahl haben wir gemeinsam eine Buchrezension ueber Boris Palmer „Wir können nicht allen helfen“ gemacht. Sollte man dieses Buch wirklich kaufen? Wissen wir nicht längst aus dem Internet und verschiedenen Zeitungen, was Boris Palmer zu sagen bzw. zu schreiben hat? Die Frage habe ich mir auch gestellt und tatsächlich gehöre ich zu denen, die sich schon grundsätzlich kein Buch eines Politikers kaufen. In diesem Fall ist es jedoch anders. Wie wir es bereits aus der politischen Diskussion in der medialen Öffentlichkeit gewohnt sind, beschänkt sich die Berichterstattung auf wenige Kernausgagen und geht auf die Hintergründe der Thesen gar nicht ein. Darum lohnt sich der Kauf in diesem Fall. Der Autor betrachtet das Thema Zuwanderung und Willkommenskultur aus der Sicht eines Praktikers. Als Oberbürgermeister von Tübingen hat er nämlich die Probleme zu lösen, die ihm die Bundesregierung ungefragt bescherrt. Das kostet Geld, erfordert Ideen und schafft neue Probleme und Strukturbrüche innerhalb unserer Gesellschaft. Und genau hier zeigt der Autor die Grenzen unserer Systeme auf, Menschen (ohne) aufzunehmen und zu integrieren. Ausführlich berichtet der Autor in seinem Buch darüber, wie das Tag für Tag in unseren Städten und Gemeinden passiert. Gehen wir da wirklich den richtigen Weg?

Über den Autor:

Boris Palmer, geb. 1972,  studierte Geschichte und Mathematik in Tübingen und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. 2001 wurde er Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg. 2007 wurde er zum Oberbürgermeister von Tübingen (B-W)  gewählt – und 2014 mit über 60 Prozent der Stimmen für weitere acht Jahre im Amt bestätigt. Mit seinen Thesen zur Einwanderung und Integration machte er in den vergangenen zwei Jahren von sich reden. Innerhalb seiner Partei ist er umstritten.

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